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Kalkschulter - Tendinosis calcarea

Von einem Moment auf den anderen sticht ein heftiger Schmerz in die Schulter, der Arm lässt sich kaum mehr heben und selbst nachts im Liegen wird es unangenehm. Viele Betroffene sind überrascht, wie plötzlich und intensiv solche Beschwerden auftreten können - eine mögliche Ursache dahinter ist die sogenannte Kalkschulter.

Was ist die Kalkschulter?

Die Kalkschulter, medizinisch Tendinosis calcarea genannt, ist eine Erkrankung, bei der sich Kalziumhydroxyapatit-Kristalle in den Sehnen der Rotatorenmanschette ablagern. Am häufigsten betroffen ist mit rund 80 % der Fälle die Supraspinatussehne. Diese Kalkablagerungen können über längere Zeit unbemerkt bleiben - bis sie plötzlich starke Schmerzen und eine deutliche Bewegungseinschränkung der Schulter verursachen.

Typischerweise sind Frauen in den Vierzigern betroffen, grundsätzlich kann die Erkrankung aber Menschen jeden Alters treffen.

Wie entstehen die Kalkablagerungen?

Der genaue Mechanismus ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass es sich um einen aktiven, zellvermittelten Prozess handelt: Sehnenzellen wandeln sich in hypertrophe, chondrozytenähnliche Zellen um und produzieren in der Folge kalziumhaltige Ablagerungen in der Sehne. Es handelt sich also nicht einfach um "Abnützung", sondern um einen aktiven biologischen Vorgang innerhalb der Sehne.

Die drei Phasen der Kalkschulter

Die Erkrankung durchläuft typischerweise drei Stadien, die sich in Beschwerdebild und Behandlung deutlich unterscheiden:

  • Formationsphase: In der Sehne bildet sich zunehmend Kalk. Beschwerden können hier bereits auftreten, sind aber meist noch mässig.
  • Ruhephase: Die Kalkablagerungen bestehen chronisch fort, die Betroffenen sind in dieser Phase oft weitgehend beschwerdefrei.
  • Resorptionsphase: Der Körper baut den Kalk spontan wieder ab. Dabei wandern die Kristalle in die Bursa subacromialis (Schleimbeutel) und lösen dort die stärksten Schmerzen und die grösste Bewegungseinschränkung der gesamten Erkrankung aus.

Gerade die akute Resorptionsphase ist es, die Patientinnen und Patienten meist unvermittelt und mit sehr starken Schmerzen in die Praxis führt.

Diagnose

Die Diagnose der Kalkschulter erfolgt in erster Linie durch ein Röntgenbild der Schulter, auf dem sich die Kalkdepots meist gut darstellen lassen. Ergänzend können eine klinische Untersuchung und bei Bedarf ein Ultraschall zur genaueren Lokalisation und Beurteilung der Grösse der Ablagerung hinzugezogen werden.

Behandlung der Kalkschulter

Die Therapie richtet sich nach der Intensität der Symptome. In den meisten Fällen ist die konservative Therapie die erste Wahl:

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur Schmerz- und Entzündungslinderung
  • Subakromiale Kortikosteroid-Injektionen

Die Injektion gilt bei akuten, schmerzhaften Verläufen meist als Goldstandard: Sie führt in der Regel zu einer raschen und spürbaren Linderung der Beschwerden.

Bei therapierefraktären Fällen, also wenn die konservative Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg führt, kann eine arthroskopische Entfernung der Kalkablagerungen in Betracht gezogen werden. Dieser minimalinvasive Eingriff erlaubt eine gezielte Entfernung des Kalkdepots bei gleichzeitig kurzer Erholungszeit.

Was Sie bei plötzlichen Schulterschmerzen tun sollten

Nicht jeder plötzliche Schulterschmerz ist eine Kalkschulter - andere Ursachen wie ein Engpasssyndrom, eine Sehnenverletzung oder eine Schultereckgelenk-Problematik können ähnliche Beschwerden verursachen. Eine fachärztliche Abklärung schafft Klarheit über die genaue Ursache und ermöglicht eine gezielte, auf das jeweilige Krankheitsstadium abgestimmte Behandlung.

Warum ORTHO ZÜRICH?

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Eine Kalkschulter kann sehr plötzlich und schmerzhaft auftreten - mit der richtigen Diagnose und Therapie lässt sich die Beschwerdesituation in den meisten Fällen jedoch gut in den Griff bekommen. Vertrauen Sie auf ORTHO ZÜRICH, wenn Ihre Schulter plötzlich schmerzt.